9. November-Gedenken erneut durch Pandemie beeinträchtigt

9. November 2021

„Wie bereits im vergangenen Jahr ist auch 2021 das Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialist*innen am 09. November 1938 durch die anhaltende Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. So sehr wir die Corona-Schutzmaßnahmen befürworten, bedauern wir das ausdrücklich. Weil so eine ernstzunehmende Gefahr des nachhaltigen Verlustes von Erinnerungskultur entsteht. Das zweite Jahr in Folge ist somit u.a. vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit verwehrt, an Gedenk- und Erinnerungsaktionen teilzunehmen und sich somit aktiv und außerhalb des Schulunterrichtes mit der Geschichte auseinanderzusetzen.“ so Silvio Lang, 1. Sprecher der VVN-BdA Sachsen.

„Dabei haben gerade die Wahlergebnisse zur Bundestagswahl insbesondere in Sachsen gezeigt, wie notwendig eine Erinnerung an und Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nazis gerade in diesem Bundesland ist. Das eine rechtsradikale Partei wie die AfD stärkste politische Kraft in Sachsen werden konnte, muss mehr als Besorgnis auslösen. Es erfordert konkretes Handeln aller demokratischen Kräfte, um den erstarkten antidemokratischen Kräften endlich wirksam entgegen zutreten.“ so Lang weiter.
Und abschließend: „In Anbetracht aber des Infektionsgeschehens in Sachsen können auch wir erneut unsere Kameradinnen und Kameraden und alle anderen Menschen in Sachsen nur dazu aufrufen, das Gedenken anlässlich des 9. November entweder einzeln an Mahn- und Erinnerungsorten wahrzunehmen oder bei Teilnahme an Gedenkveranstaltung streng auf die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, sowie bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auf die 2G-Regel zu achten.“

Der 1. Sprecher der VVN-BdA, Silvio Lang, wird am morgigen Dienstag um 15:30 Uhr in Dresden an der Gedenkveranstaltung der Stadt Dresden am Mahnmal am Hasenberg, neben der Neuen Synagoge, teilnehmen. Ursprünglich war danach auf Einladung der Jüdischen Gemeinde auch die Teilnahme an der Festveranstaltung zu 20. Jahre Neue Synagoge geplant. Auf Grund der verschärften Corona-Schutz-Maßnahmen ist diese Veranstaltung aber auf einen sehr kleinen Kreis von Teilnehmenden begrenzt worden und soll in großer Form zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.