Broschüre 7 – Hans Rudolf Riedel

In der 7. Broschüre schildert Gisela Heiden aus Frankenberg das Leben und den Kampf ihres Großvaters Hans Rudolf Riedel.
Auch wir kannten Hans Rudolf Riedel bislang nicht. Sicherlich wie er auch andere Menschen aus dem Erzgebirge kein Begriff war.
Die Erläuterungen von Giesela Heiden, angefangen von der familiären Situation, der Schulbildung, der Lehre bis hin zu seiner schon sehr zeitigen politischen Tätigkeit gegen den aufkommenden Faschismus und schließlich dessen Machtergreifung, geben einen tiefen persönlichen Einblick in das Leben von Hans Rudolf Riedel.
Eine ganz besondere Grundlage war der Bezug auf persönliche Berichte von Hans Riedel. Auch die Hinweise auf seine Kampfgefährten, wie Otto Hempel und Hugo Ament wirken sehr nachhaltig. Einen ganz besonderen Platz nimmt Max Sieber ein. Er stammt aus Grünhain und war Berufssoldat, lehnte es aber ab, an der Erschießung jüdischer Menschen teilzunehmen. Später erhielt seine Frau per Paket seine Mütze mit einem Loch und der Mitteilung über seinen „Heldentod“.
Giesela Heiden setzte allen namentlich genannten somit ein Denkmal im übertragenen Sinne. Wir möchten, dass die Menschen, die ganz unterschiedlich den Kampf gegen den Faschismus aufgenommen haben, nicht vergessen werden. Bertolt Brecht sagte auf der Friedenskonferenz in Wien 1952: „Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz… Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen…“